PROGRAMM 2021/22

81. Kammerkonzert

Sonntag, 19. September 2021, 17.00 Uhr

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"Lost Times"

Theo Plath, Fagott

Aris Alexander Blettenberg, Klavier

Nadia Boulanger: 3 Pièces, (Fassung für Fagott und Klavier von Theo Plath)

Jaqueline Fontyn: Zephyr für Fagott und Klavier

Claude Debussy: Sonate g-Moll (Fassung für Fagott und Klavier von Theo Plath)

César Franck: Sonate in A-Dur (Fassung für Fagott und Klavier von Theo Plath)

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Preisträgerkonzert Deutscher Musikwettbewerb 2018, gefördert vom deutschen Musikrat

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Ein im wahrsten Sinne des Wortes (ge-)wichtiges Instrument hält der junge Solist Theo Plath in den Händen: bis zu dreieinhalb Kilo bringt ein Fagott je nach Ausführung auf die Waage, der Anschaffungspreis eines Kontrafagotts ist mit dem eines Kleinwagens vergleichbar. Auch die Spieltechnik ist alles andere als leicht, weil die Größe des Instruments eine komplizierte und unbequeme Grifftechnik erfordert. Spätestens seit Prokofjews Vertonung von „Peter und der Wolf“, in der das Fagott den Großvater charakterisiert, haftet dem Instrument der Ruf von Behäbigkeit und Schwerfälligkeit an. Dabei macht grade der sonore, warme Ton das Instrument zu etwas Besonderem. Als Theo Plath bei einem Tag der offenen Tür der Musikschule seiner Heimatstadt Koblenz das Fagott für sich entdeckte, war er erst fünf Jahre alt. Inzwischen gehört er zu den gefragtesten Fagottisten seiner Generation. Für sein Spiel erhielt er unter anderem den ersten Preis beim Deutschen Musikwettbewerb 2018. Neben seiner Konzerttätigkeit ist er im Rahmen der Initiative „Rhapsody in School“ deutschlandweit unterwegs um seine Begeisterung für klassische Musik an Kinder weiter zu geben.

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Glockenkelter Kernen-Stetten

Eintritt: 19,- Euro, ermäßigt (Schüler, Studenten): 11,- Euro

82. Kammerkonzert

Samstag, 13. November 2021, 19.30 Uhr

"Maskerade"

Ragna Schirmer, Klavier

Beethoven: Fantasie op. 77

Clara Schumann: Pieces characteristiques op. 5

Frédéric Chopin: Ballade op. 38 

Frédéric Chopin: Scherzo op. 20

Robert Schumann: Carnaval op. 9

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Im Karneval eine Maske aufzusetzen und in eine andere Identität zu schlüpfen, bedeutet kurzzeitige Befreiung, ein Entrückt-Sein von sich selbst. Nach vielen Monaten des Maske-Tragens aus Pandemie-Gründen sollen gerne die musikalisch-bunten Charaktere befreit werden.

Frédéric Chopin widmete seine Ballade op. 2 Robert Schumann, welcher dank einer herausragenden Rezension die Karriere des Franzosen in Leipzig beförderte. Der Widmungsträger selbst liebte das Spiel mit Maskeraden, viele seiner Werke legen hiervon Zeugnis ab. Eines der größten und bedeutendsten ist der Carnaval op. 9, in dem seine Verlobte Clara eine zentrale Rolle spielt, aber auch andere wichtige Personen aus dem Leben der Schumanns bis hin zum Komponisten selbst ihre musikalische Charakterisierung erfahren. Die "Quatre Pièces caractéristiques" aus der Feder der jungen Clara Wieck entstanden etwa zeitgleich und zeigen ähnliche Ansätze farbenreicher Pointierungen. Chopin hörte dies Werk der jungen Virtuosin und äußerte sich über ihr Spiel und ihre Komposition "verzaubert und enthusiastisch".

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Bürgerhaus, großer Saal

Eintritt: 19,- Euro, ermäßigt (Schüler, Studenten): 11,- Euro

83. Kammerkonzert 

Samstag, 26. Februar 2022, 19.30 Uhr

"durch die Jahrhunderte"

 

Yellow String Quartett

Timo de Leo & Konrad Balik, Violine

Benjamin Hartung, Viola

Friedmann Dähn, Violoncello

 

Joseph Haydn: Streichquartett op.64 Nr.5 „Lerchenquartett“

Friedemann Dähn: Streichquartett Nr.1 „anonyme Dinge“

Franz Schubert: Streichquartett a-moll op.29 „Rosamunde“

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Mit Werken von der Klassik bis zur Moderne präsentiert sich das Yellow String Quartet, welches aus Solisten der Württembergischen Philharmonie Reutlingen besteht und Anfang 2011 von Friedemann Dähn gegründet wurde. Die vier Musiker pflegen sowohl das traditionelle Repertoire, fühlen sich aber auch neuer Musik und populären Stilen verpflichtet. Sie begeistern ihr Publikum regelmäßig durch die ungewöhnliche Kombination von Werken unterschiedlicher Epochen, die lässig und frei von jeglichem historischen Zwang und rein nach musikalischen Kriterien ausgewählt und auf höchstem Niveau präsentiert werden. Bezüge zu aktuellem Zeitgeschehen und gegebenen Anlässen werden in den Programmen reflektiert und integriert. 

Das Quartett konzertierte bislang in Deutschland, Norwegen und Österreich. In der Saison 2020/21 ist eine Reise nach Ungarn geplant.

Bürgerhaus, großer Saal

Eintritt: 19,- Euro, ermäßigt (Schüler, Studenten): 11,- Euro

83. Kammerkonzert

Sonntag, 10. April 2022, 17.00 Uhr

Nemorino-Scheliga-Klarinette-6-683x1024.

„con anima“

Nemorino Scheliga, Klarinette

Andreas Ritzinger, Violine

Soo-Eun Lee, Violine 

Jakob Lustig, Viola 

Panu Sundqvist, Violoncello        

Wolfgang Amadeus Mozart: Klarinettenquintett A-Dur KV 581

Robert Fuchs: Klarinettenquintett Es-Dur, op. 102

Konzert in Kooperation mit der Gemeinde Kernen

 

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"Ribiselgesicht" (Ribisel, österr.: Johannisbeere), so lautete Mozarts Spitzname für seinen Freund und Klarinettisten Anton Stadler, dessen Gesichtsfarbe sich beim Spielen vermutlich vor Anstrengung bedrohlich rot verfärbte. Mozarts hatte die Klarinette in Mannheim kennen gelernt und liebte den warmen und ausdrucksvollen Klang dieses Instruments. Mit seinem Quintett in A-Dur für Streichquartett und Klarinette schuf er ein bis dahin neues Genre. Das Werk war ein Freundschaftgeschenk an Stadler und inspirierte zahlreiche Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts dazu, ebenfalls für diese Besetzung zu schreiben. So auch den Wiener Komponisten Robert Fuchs, welcher von seinem Zeitgenossen und Kollegen Johannes Brahms über alle Maßen geschätzt wurde und dessen wunderschönes Klarinettenquintett trotz seiner Originalität leider viel zu selten aufgeführt wird. 

Für dieses außergewöhnliche Konzert hat sich der junge preisgekrönte Klarinettist Nemorino Scheliga mit exzellenten Musikern des SWR Symphonieorchesters Stuttgart zusammengefunden.

Bürgerhaus, großer Saal

Eintritt: 19,- Euro, ermäßigt (Schüler, Studenten): 11,- Euro